Aktuelle Studie von BetterManagement über die Verbreitung von Prozesskostenanalyse und -management


Ziel der Studie war es, die Verbreitung und Nutzung von Prozesskostenanalyse und -management in Unternehmen und Organisationen zu bestimmen. Activity-Based Costing ist eine bevorzugte Methode für Prozesskostenanlayse, da sie ein umfassenderes Bild von Aufwand und Ertrag liefert als die traditionelle Kostenrechnung. Die Studie bestätigt, dass Activity-Based Costing als Bestandteil des Performance Management stark an Bedeutung gewinnt. Über die Hälfte der Teilnehmer (55%) gibt an, Activity-Based Costing bereits aktiv zu nutzen oder gerade ein Pilotprojekt zu betreiben. 32% planen den Einsatz der Methode in naher Zukunft. Zudem wächst das Interesse an der Prozesskostenanlayse mit der Unternehmensgröße. Abbildung 1 zeigt den Nutzen, den Unternehmen aus Activity-Based Costing ziehen. Neben den wesentlichen Zielen der Kostenkontrolle und Performance-Steigerung spielen auch die Prozessoptimierung und die Errechnung von Produkt- und Kundenprofitabilität eine entscheidende Rolle.

Nutzungsgrund von ABC

Abbildung 1: Nutzungsgrund von ABC

Betrachtet man den Nutzungsgrund von Activity-Based Costing nach Branchen, zeigt die Studie auf, dass Finanzdienstleister besonderen Wert darauf legen, die Profitabilität von Produkten zu bestimmen und ihre Kosten zu kontrollieren. Bei den öffentlichen Organisationen und der Telekommunikationsbranche dominiert klar die Funktion der Kostenkontrolle.

Activity-Based Costing ist eine Methode, die besonders häufig in der Finanzabteilung (zu 50%) und in der Produktion (zu 20%) angewandt wird. Im Marketing und Vertrieb hat sich das Prozesskostenanalyseverfahren bislang weniger durchgesetzt. Lediglich 5% der Marketingabteilungen beziehen Activity-Based Costing zur Kalkulationsunterstützung mit ein.

Auf die Frage hin, in welchen Unternehmensbereichen die Ergebnisse aus Activity-Based Costing als Entscheidungsgrundlage herangezogen würden, nennt über die Hälfte der Befragten das organisatorische Performance Management. Auch Preisbildung, Kundenwissen und Marketingkennzahlen werden von diesen Ergebnissen geprägt (s. Abbildung 2).

Worin unterstützen die Activity-Based Costing-Ergebnisse?

Abbildung 2: Worin unterstützen die Activity-Based Costing-Ergebnisse?

Besonders die Führungsebene in Unternehmen hat großes Vertrauen in das Konzeptund zieht diese Methodik als Grundlage für Entscheidungsfindungen heran. Insgesamt benennen 69% der Teilnehmer die Führungsebene als Adressaten der Informationen aus dem Activity-Based Costing. Auf der anderen Seite gehören für 31% auch andere Interessenten zu den Adressaten.

Zu den größten Herausforderungen bei der Implementierung von Activity-Based Costing zählen die Auswahl des geeigneten Modells und das Sammeln, die Integration sowie das Laden der Daten. Ferner bereitet das Reporting und das Verteilen des Outputs einige Probleme (Abbildung 3).

Was ist die größte Herausforderung bei der Implementierung von Activity-Based Costing?

Abbildung 3: Was ist die größte Herausforderung bei der Implementierung von Activity-Based Costing?

Betrachtet man den Modellierungsansatz für Activity-Based Costing, so wird am häufigsten (zu 54%) ein operatives Modell mit vielen Aktivitäten benutzt. 22% ziehen ein Modell heran, das auf spezifische Geschäftseinheiten oder Geschäftsfunktionen beschränkt ist. 20% der Befragten vertrauen auf ein strategisches Modell mit nur einigen ausgewählten Aktivitäten und Treibern. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, für die Kostenermittlung eine Kombination der mengenproportionalen Top-down-Methode und der ergebnisgesteuerten, von der Verbrauchsrate ausgehenden Bottom-up-Methode zu nutzen. Ein Großteil der Befragten bezieht seine Kapazitäten nicht in die Modellierung mit ein. Hingegen modellieren und berichten 28% ihre freien Kapazitäten und 25% planen dies zu tun. Dementsprechend erwarten die Teilnehmer der Umfrage eine hohe Modellierungsflexibilität.

Diese Flexibilität bietet SAS® Activity-Based Management. Auf einer einzigen Plattform liefert SAS ein integriertes Datenmanagement, eine durchgängige Modellierung von Aktivitäten und Kosten sowie Reporting und Analyse. So ist eine erfolgreiche ABM-Implementierung für einen dauerhaften Einsatz gesichert. Voll in die SAS®9 Business Intelligence-Plattform integriert, hilft SAS Activity-Based Management, die Performance und die Ausrichtung innerhalb entscheidender Unternehmensbereiche – darunter IT, Finanzen, Marketing, Logistik und Kundenservice – zu optimieren.

Die Studie wurde im September 2005 von BetterManagement veröffentlicht. Die Untersuchung zählt 528 Teilnehmer branchen- und länderübergreifend. Die kompletten Ergebnisse der Studie mit einer detaillierten Aufteilung der Antworten auf Unternehmensgrößen und Branchenbetrachtung finden Sie bei BetterManagement.

BetterManagement  

Studienergebnisse Activity-Based Costing

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